Stationäre therapeutische Nachsorge

Der Träger, das Guttempler-Sozialwerk e.V. in Frankfurt am Main wurde 1971 gegründet.Die stationäre therapeutische Nachsorge wurde 1972 in der Röderichstraße in Frankfurt-Rödelheim eröffnet.

Bei der Behandlung und Versorgung in der Suchtkrankenhilfe greifen verschiedene Therapieformen ineinander um den Bedürfnissen der abhängigen Menschen gerecht zu werden. Hierzu zählen insbesondere ambulante Suchtberatung und -behandlung, stationäre Entgiftung, Entwöhnungsbehandlung sowie Maßregelvollzug.

Die Nachsorge rundet das stationäre Angebot für die Bereiche Arbeit, Wohnen und Freizeit ab. Es handelt sich hierbei um die zielstrebige Durchführung von Arbeits- und Beschäftigungsleistungen zur Wiederherstellung bzw. Verbesserung der Erwerbsfähigkeit und zu der Befähigung ein eigenständiges Leben.

Die stationäre therapeutische Nachsorge soll den gesellschaftlichen Eingliederungsprozess der Klienten fördern, die aufgrund der besonderen Folgen ihrer Abhängigkeit im Anschluss an eine stationäre Entwöhnungsbehandlung weitere berufsfördernde und ergänzende therapeutische Maßnahmen bedürfen.

Die Nachsorge sollte nahtlos an die Behandlungsphase in der Fachklinik anschließen. Möglich ist auch die Aufnahme aus anderen Behandlungsmaßnahmen, wenn zur Erreichung der gesellschaftlichen Eingliederung eine Nachsorgemaßnahme als notwendig erachtet wird. Aufgrund dessen erfolgt ebenfalls eine Aufnahme nach der Adaptionsphase aus Übergangseinrichtungen, Entgiftungseinrichtungen, Suchtberatungsstellen, Justizvollzugsanstalten und dem Maßregelvollzug. Hierbei sollte der Klient/In über ein ausreichendes Maß an Abstinenzstabilität verfügen, Therapieerfahrung, sowie eine entsprechende Eigenmotivation für die Nachsorgebehandlung mitbringen, um vom Behandlungskonzept der Einrichtung im Sinne einer positiven Veränderung profitieren zu können.